Ausbau der Kinderbetreuung: Kommunen fordern Krippengipfel
Auch unter der ursprünglichen Maßgabe, dass 35 % der Kinder unter drei Jahren ab 2013 einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen würden, war die Finanzierung seitens des Bundes für den Ausbau der Betreuungsangebote nicht ausreichend. Wird die tatsächlich zu erwartende Nachfrage herangezogen, ist kurz vor dem Ende des diesjährigen Kindergartenjahres festzustellen: Das Klassenziel, bis 2013 ein bedarfsgerechtes Angebot vorhalten zu können, ist nicht nur versetzungsgefährdet, sondern ganz klar mit der heutigen Finanzierungsperspektive für die Kommunen nicht erreichbar! Die im Bereich von etwa 50 % im Bundesdurchschnitt liegende Nachfrage wird durch den im Juni erschienenen Bildungsmonitor der Bertelsmann Stiftung nun auch wissenschaftlich belegt.
Der amtierende Vorsitzende der Bundes-SGK, Stephan Weil, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, fordert daher: "Der finanzielle Anteil des Bundes muss erhöht werden, damit bundesweit mindestens fünfzig Prozent der Kinder ein Krippenplatz angeboten werden kann." Auch von den Kommunalen Spitzenverbänden wird die schwarz-gelbe Bundesregierung aufgefordert, die tatsächliche Nachfrage zur Grundlage der Finanzierung zu machen und in einem gemeinsamen "Krippengipfel" eine stärkere Unterstützung seitens des Bundes zu vereinbaren. Ansonsten kann der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz im Jahr 2013 nicht erfüllt werden.
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