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Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland e.V.


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25.03.2010

SPD-Bundestagsfraktion fordert Rettungsschirm für die Kommunen

Am 25. März 2010, wurde im Deutschen Bundestag der Antrag der SPD-Bundestagsfraktion „Rettungsschirm für Kommunen – Strategie für handlungsfähige Städte, Gemeinden und Landkreise“ (BT-Drucksache 17/1152) in 1. Lesung beraten. Angesichts des Finanzierungsdefizits der Kommunen von 7,1 Mrd. Euro im Jahr 2009 forderten der kommunalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bernd Scheelen, und der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, in ihren Reden eine sofortige Hilfe für die Kommunen. Auf die Ergebnisse der Gemeindefinanzkommis­sion darf nicht mehr gewartet werden, denn in 2010 ist mit einem weiteren dramatischen Anstieg des Finanzierungsdefizits auf über 12 Mrd. Euro zu rechnen.

Der Antrag der SPD-Bundestagsfraktion, der sich an den Forderungen des SPD-Präsidiums vom 08. Februar 2010 anlehnt, beinhaltet u.a. folgende kurzfristig wirksame Maßnahmen:

  • Kompensation der kommunalen Einnahmeausfälle durch das so genannte Wachstumsbe­schleunigungsgesetz in Höhe von rund 1,6 Mrd. Euro
  • Rücknahme der beschlossenen Änderungen bei der Besteuerung von Funktionsverlagerungen und der gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen bei Leasing und Factoring mit der Folge wei­terer Einnahmeausfälle für die Kommunen in Höhe von rund 650 Mio. Euro
  • Verzicht auf weitere Steuersenkungen mit zusätzlichen Belastungen der Kommunen
  • Erhöhung der Beteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft um 3 Prozentpunkte befristet auf zwei Jahre.

Darüber hinaus enthält der Antrag mehrere mittel- und langfristig wirksame Maßnahmen, wie insbesondere die Stabilisierung der Gewerbesteuer.

Diese Initiative der SPD-Bundestagsfraktion bietet eine gute Gelegenheit, in den kommunalen Vertre­tungskörperschaften zentrale Forderungen aus dem Antrag aufzugreifen und den Bundestag aufzufor­dern, diese zu unterstützen. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der vielen Bekundungen der Bundeskanzlerin und des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten, den Kommunen helfen zu wollen.

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